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Radialstrahlersystem MBL 101 X-Treme MKIII

Schon der bloße Anblick überwältigt. Nicht nur, weil das 101 X-Treme MKIII genannte, knapp eine Tonne schwere Lautsprecher-Ensemble seine musikalische Arbeit auf vier mannshohe, separate Türme verteilt. Sondern auch, weil es mit atemberaubender Formensprache eine Technik visualisiert, die sich über alle Konventionen erhebt. In den beiden Radialstrahler-Einheiten des Lautsprecher-Quartetts hat MBL jene Hoch-, Mittel- und Tiefton-Wandler, mit denen auch das Lautsprechermodell 101 E MKII den Schall rundum im Hörraum ausbreitet, gleich doppelt installiert: Ganz unten steht der melonenförmige Tiefton-Radialstrahler, weiter oben folgen Mittel- und Hochtöner aus ultraleichten Kohlefasern. Darüber schwebt dieselbe Anordnung noch einmal – und zwar kopfüber. Diese nach dem amerikanischen Akustik-Spezialisten Joseph d’Appolito benannte Art der Symmetrie begünstigt eine vertikale Schallbündelung: Die Lautsprecher tragen den Ton weiter in den Raum hinein, ohne dazu lauter spielen zu müssen.

Dank ihrer großen Gesamtfläche kommen die Membranen ohnehin mit eher moderaten Bewegungen aus; sie können somit noch sauberer und verzerrungsärmer musizieren. Dieser Aspekt gehört auch zu den Vorzügen der beiden aktiven Bass-Türme. Jeder von ihnen bewegt die Luft mit sechs 12 Zoll großen Membranen – spielerisch leicht, aber mit einzigartigem Tiefgang und in einer Anordnung, die Raumresonanzen perfekt entgegenwirkt. Auch Körperschall-Übertragungen, etwa auf den Boden des Hörraums, haben keine Chance. Dafür sorgen schwere Sandwich-Konstruktionen an den Kopf- und Fußenden der Türme.

Das MKIII-Subwoofer-Upgrade führt ein neu entwickeltes Verstärkermodul ein, das Leistung und Effizienz weiter steigert. Dank eines deutlich reduzierten Stromverbrauchs im Leerlauf, geringerer Gesamtklirrfaktoren (THD) und eines verbesserten Signal-Rausch-Verhältnisses (SNR) bietet die neue Verstärkerstufe noch mehr Transparenz, Kontrolle und dynamische Präzision – bei gleichzeitig höherer Energieeffizienz.

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Höhe
Radialsystem: 1 854 mm
Subwoofer: 1 860 mm
Breite
Radialsystem: 496 mm
Subwoofer: 410 mm
101 X-Treme MKIII 101 X-Treme MKIII
Tiefe
Radialsystem: 687 mm
Subwoofer: 670 mm
Gewicht
Radialsystem: je 265 kg / 584 lbs
Subwoofer: je 227 kg / 500 lbs
Total system: 984 kg / 2 170 lbs
Technische Details
System 4-Wege System mit Hoch-, Mittel- und Tieftönern in doppelter Ausführung (D'Appolito-Anordnung), Ambient-Tweeter und aktivem Subwoofer
Akustisches Zentrum 104 cm / 41''
Subwoofer Aktiver Subwoofer, je Kanal 6 x 12'' Aluminium-Konustreiber in drei Gehäusen, push-push Anordnung, Gehäusevolumen 3 x 86 Liter
Tieftöner Radial TT100, Kupfer-Alu-Magnesium
Mitteltöner Radial MT50, Kohlefaser-Verbundgewebe
Hochtöner Radial HT37, unidirektionales Kohlefasergelege
Untere Eingangsfrequenz 17 Hz
Übergangsfrequenzen 85 Hz, 600 Hz, 3 500 Hz
Impedanz (nominal) 4 Ohm je obere/untere Einheit
Nenn- / Musikbelastbarkeit je Kanal: 2 x 900 Watt / 2 x 1 800 Watt
*Auf Wunsch in Sonderfarben erhältlich.
Standardfarben:
Piano weiß / Chrome
Piano weiß / Chrome

101 X-Treme MKIII

Piano schwarz / Chrome
Piano schwarz / Chrome

101 X-Treme MKIII

Hochtonbereich

Hier kommen drei unterschiedliche Verkabelungen von den Lautsprecheranschlüssen zum Hochtöner ins Spiel. Neben der Standard-Verkabelung, einer hochwertigen siebenadrigen Kupferlitze (Stellung: „neutral“), gibt es noch eine höhenfreundlichere Variante mit versilbertem Kupferdraht („fast“). Dessen besondere Leitfähigkeit für hohe Frequenzen bringt das Klangbild von stärker bedämpften Räumen oder sehr warm klingenden Verstärkern auf Trab. In Stellung „smooth“ geschieht genau das Gegenteil: Das Musiksignal durchläuft dann einen dicken Kupfer-Volldraht – das klangliche Baldrian für spitze, „nervöse“ Höhen, verursacht von hell klingenden Verstärkern oder schallharten Räumen (Steinfußböden, große Fensterflächen)

Mitteltonbereich

In der Standardstellung „natural“ durchlaufen die Musiksignale zum Mitteltöner eine – wegen des fehlenden Eisenkerns – sehr neutral arbeitende Luftspule. Steckt der Jumper in „rich“, läuft das Signal über eine Eisenpulver-Spule, die den unteren Mitteltonbereich mit Oberwellen anreichert. Stimmen und auch Klavieranschläge bekommen dadurch etwas mehr Präsenz und Ausdrucksstärke, wovon manche Hörräume oder Verstärker klanglich profitieren.

Tieftonbereich

In Stellung „attack“ liegt ein zusätzlicher Kondensator im Signalweg, der den Phasengang im Vergleich zur Stellung „smooth“ so verändert, dass die Signale beim Tiefton-Radialstrahler einen Tick früher eintreffen als bei den anderen Chassis. Der Tieftonbereich klingt trockener, bekommt mehr Struktur – gut geeignet für basslastige Hörräume.

Subwoofer

Als Aktivbox bietet die mannshohe Subwoofer-Säule viele Möglichkeiten, auch noch vor den eingebauten Endstufen ins Klanggeschehen einzugreifen. Mit der „Delay“-Einstellung von minus bis plus acht Millisekunden lässt sich der Phasengang des Wiedergabesystems wieder geraderücken, auch wenn die Subwoofer-Einheit nicht unmittelbar neben dem Haupt-Lautsprecher steht. „Volume“ ist der Lautstärkeregler des Subwoofers. Steht die Tiefbass-Säule dicht an Wänden oder gar im Bereich von Ecken, lässt sich der Pegel um bis zu sechs Dezibel verringern, bei sehr freier Aufstellung um bis zu sechs Dezibel anheben. Der Regler “Q-Factor“ beeinflusst die sogenannte Güte der Subwoofer, von 0,5 (stärkere Bedämpfung) bis zu 1,0 (schwächere Bedämpfung), also klanglich von einem eher schlanken und konturierten zu einem eher voluminösen, satten Bass. Seit der MKII-Generation beinhaltet der Subwoofer einen 2-Band parametrischen Equalizer, mit dem einzelne Frequenzbereiche ganz gezielt betont oder vermindert werden können. So ist eine Anpassung an verschiedene Hörräume oder Aufstellungen möglich.